Poller, einfach Parkplätze und Privatwege für Fremde schnell blockieren
Gemeinden sind nicht nur für den Zustand, die Erhaltung und die Sicherheit der öffentlichen Straßen zuständig, sondern in jeder Gemeinde gibt es auch eine Vielzahl nicht öffentlicher Straßen und Wege. In den meisten Fällen sind diese Wege für Fahrradfahrer und Fußgänger freigegeben, für den mehrspurigen, öffentlichen Fahrzeugverkehr aber gesperrt. Die Schwierigkeit besteht in diesen Fällen oft darin, eine wirksame Barriere für mehrspurige Fahrzeuge zu errichten,
ohne jedoch Fußgängern und speziell Fahrradfahrern ein gefährliches Hindernis in den Weg zu setzen. Lange Zeit hat man dafür auf betonierte Blumenkästen in der Mitte des Weges zurückgegriffen - diese konnten auch noch bepflanzt werden, und waren damit auch optisch eine schöne Alternative. Erst nach einigen schweren Unfällen, wo Radfahren bei schlechten Sichtverhältnissen im Nebel die Tröge übersehen haben und sich dabei teilweise sehr schwere Verletzungen zugezogen haben, erkannte man den Nachteil dieser Alternative. Graue Steintröge sind bei Nebel und in der Dämmerung nur sehr schwer zu sehen, und können damit eine sehr gefährliche Falle sein. Darüber hinaus sind sie ohnedies dort nicht geeignet, wo die Wege im Notfall von Einsatzkräften befahren werden müssen, weil sich beispielsweise um eine Feuerwehrzufahrt handelt.
Viele Gemeinden sind daher dazu übergegangen, statt den Betontrögen lackierte Poller paarweise in der Mitte des Weges aufzustellen. Diese stellen praktisch kein Risiko für Radfahrer dar, auch nicht bei schlechten Sichtverhältnissen, sind leicht anzubringen, und können bei Bedarf auch umlegbar ausgeführt werden - auf diese Art und Weise ist es Einsatzkräften und Straßenerhaltungsfahrzeugen möglich, mit einem entsprechenden Schlüssel, diese Wege im Einsatzfall oder zum Zweck der Erhaltung trotzdem zu befahren. Poller haben darüber hinaus gegenüber Betonkästen noch einen weiteren Vorteil: Sie fügen sich unauffällig in praktisch jedes Umgebungsbild, ohne störend zu wirken - und sie sind wesentlich billiger und leichter aufzustellen als die enorm schweren Betonkästen. Für die Bevölkerung sind sie überdies ein sehr viel deutlicheres Signal, dass es sich hier um eine nicht-öffentliche Straße handelt. Auch in der Eingrenzung von Fußgängerzonen, permanenten Sperrungen bestimmter Straßenteile und in ähnlichen Situationen finden Poller in den letzten Jahren immer häufiger Verwendung. In Zeiten ständig rückläufiger Gemeindebudgets stellt auch das Argument deutlich verringerter Kosten eine nicht unwesentliche Überlegung dar. Und darüber hinaus durch eine passende Farbgebung ein reizvoller Beitrag zur Stadtverschönerung geleistet werden kann, ist die Entscheidung für den Einsatz von Pollern eigentlich keine Frage mehr. Die hübschen, einen Meter hohen bunten Säulen werden uns also in Zukunft wohl immer häufiger im Stadtbild begegnen. |