Gute Wärmedämmung spart Geld

Vor allem viele ältere Häuser bergen ein enormes Sparpotenzial: Mit einer besseren Wärmedämmung lassen sich die Heizkosten spürbar reduzieren, und zwar um bis zu 50 Prozent. Insbesondere bei Immobilien, die 20 Jahre oder älter sind und die häufig noch vollkommen ungedämmte Außenwände haben, bringt eine fachgerechte Wärmedämmung sofort spürbaren Nutzen.


Die Investition hat sich oft bereits nach wenigen Jahren amortisiert, weil die Rechnung des Öl- oder Gaslieferanten fortan deutlich niedriger ausfällt. Der Einspareffekt verstärkt sich durch die stetig steigenden Kosten für die fossilen Energieträger zusätzlich. Am häufigsten setzt man im Rahmen einer energetischen Sanierung bei der Fassade eines Hauses an. Zu den schnellsten und effektivsten Methoden gehört die Anbringung einer Außendämmung, zum Beispiel aus Styropor, die an die Wand geschraubt oder geklebt wird. Je dicker die Dämmung, desto größer ist der Effekt. Das Dämmmaterial kann anschließend verputzt und gestrichen werden. Oder man entscheidet sich für eine Verklinkerung der Wand. Dann hat der Hausbesitzer die Wahl zwischen fertigen Dämmplatten mit aufgeklebten Riemchen oder einer klassischen Verklinkerung, die einige Zentimeter Abstand zur Außenwand hält. Dieser Hohlraum wird dann vorzugsweise mit Dämmwolle aufgefüllt. Bei einer bereits vorhandenen Klinkerfassade ist es auch möglich, durch einige Bohrlöcher an verschiedenen Stellen nachträglich Dämmmaterial in den Zwischenraum zwischen Klinkern und Mauersteinen einzubringen. Hier kommt beispielsweise Zellulose zum Einsatz.

Um den Effekt einer gedämmten Fassade zu optimieren, sollten im Rahmen einer energetischen Sanierung auch alte Fenster ausgetauscht werden. Ansonsten würde die Wärme durch die schlecht gedämmten und womöglich nur einfach verglasten Fenster entweichen, so dass die Wärmedämmung insgesamt weniger effektiv wäre. Ideal ist eine Dreifachverglasung, doch auch preiswertere doppelt verglaste Fenster mit einem speziellen Gasgemisch in den Scheibenzwischenräumen wirken sich positiv auf die Heizkostenrechnung aus. Bei der Auswahl der Fenster und der Verglasung sollte man auf einen möglichst niedrigen U-Wert achten. Er gibt an, wieviel Wärme durch die Scheibe nach außen gelangen kann.

Energetische Schwachstellen sind bei vielen Häusern außerdem die Dächer. Auch hier lässt sich in Sachen Wärmedämmung vieles tun. Die einfachere Variante ist die Zwischensparrendämmung. Dabei wird Dämmwolle zwischen die Sparren eingebracht, eine Dampfbremsfolie macht das Dach luftdicht. Aufwendiger, dafür aber auch noch effektiver ist die Aufsparrendämmung. Bei diesem Verfahren wird das Dach komplett abgedeckt, und Dämmplatten aus Styropor bzw. Styrodur werden auf die Dachkonstruktion aufgebracht. Danach decken die Dachdecker das Dach entweder mit neuen oder mit den zwischengelagerten alten Pfannen wieder ein.